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Die Gründer der Gesellschaft für Außenpolitik, alle bayerischen Herkommens, hatten sich bereits in den Tagen der Weimarer Republik, mit Schwerpunkt Berlin, für Frieden und Verständigung unter den Völkern eingesetzt. Vergeblich. Das Dritte Reich machte dem ein Ende. Friedrich von Prittwitz und Gaffron tritt von seinem Posten als Botschafter in Washington zurück. Thomas Dehler vom Vorstand der Deutschen Demokratischen Partei. Er wird interniert. Waldemar von Knoeringen schafft es über Prag ins Exil. Hilde Heilmann, eine Nichte Goerdelers, und Otto Lenz geraten in Haft. Otto Schniewind überlebt das KZ Ravensbrück.
Mit diesen persönlichen Erfahrungen und durch die Katastrophe des Zweiten Weltkrieges umso mehr motiviert, gründen diese Persönlichkeiten - von Knoeringen/SPD, von Prittwitz/CSU, Dehler/FDP, Lenz/CDU - am 17. Juni 1948 in München die Gesellschaft für Außenpolitik (damals Auslandskunde).
"Die Gesellschaft", stellten die Gründer damals fest, "will es sich zur Aufgabe machen, das Studium der internationalen, insbesondere der völkerrechtlichen Entwicklung wieder aufzunehmen…, (und) erfasst auf streng überparteilicher Basis einen Kreis besonders interessierter Persönlichkeiten… Die Gesellschaft macht das Ergebnis ihrer Studien der Öffentlichkeit zugänglich und fördert damit den Gedanken der internationalen Verständigung und Zusammenarbeit".
Diese Aufgabenstellung gilt unverändert. Zu ihrer Erfüllung führt die Gesellschaft bis zu 20 Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen pro Jahr durch. Mit mehr als 700 Mitgliedern bietet sie den ausländischen Referenten ein interessiertes Auditorium. Das Junge Forum mit rund 100 studentischen Mitgliedern offeriert ein besonderes Programm.
Seit ihrer Gründung wird die Gesellschaft maßgeblich getragen von der Bayerischen Staatsregierung - der Ministerpräsident ist Schirmherr -, von der Bundesregierung, vertreten durch das Auswärtige Amt, sowie, nicht zuletzt durch das Engagement ihrer individuellen und institutionellen Mitglieder.
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